Ich muss mich wirklich selber loben.
Obwohl ich schon letzten Montag mit meiner Weihnachtsrobe fertig war, bin ich diese Woche nicht untätig gewesen.
Wie sollte ich auch?!
Der Vorwurf des Saumpfusches, der durch eine meiner geschätzten Leserinnen laut geworden war, lastete schwer auf mir. Saumpfusch ist schließlich kein Kavaliersdelikt. Außerdem schmälerte das große der-blöde-Plastikstoff-klebt-widerlich-am-Körper-Problem mit der dazugehörigen bei-jeder-Bewegung-knistert-es-Komplikation meine anfängliche Euphorie über das Kunstwerk. Ich war auf einmal richtig unzufrieden damit!
Jetzt gabs nur noch zwei Möglichkeiten:
Entweder: Das Kleid jeden Tag böse anschauen und dann an Weihnachten miesepetrig damit durch die Gegend knistern.
Oder: Nochmal ran an den Speck.
Obwohl Möglichkeit eins sehr verführerisch und praktikabel war, habe ich mich für die zweite Option entschieden.
Um das Klebe-Knister-Problem zu lösen, habe ich ein Unterkleid genäht. Und zwar dieses:
Den Schnitt habe ich aus der Burda 7/1999. Der Stoff dazu ist eine Buttinette-Restepaket-Niete, die nun eine Daseinsberechtigung erhalten hat. Ich teile nämlich die große Restepakete-Leidenschaft mit gewissen anderen Bloggerinnen.
Das Entspannende an der Sache: Weil das Unterkleid ja dann unterm Kleid ist, kann man es getrost nur so mittelordentlich nähen. Hauptsache am Schluss schaut unterm weggepfuschten Saumpfusch eine Spitze hervor :-)
Mehr Festtagskleider gibts beí Catherine.

